Mobiler Journalismus

Veröffentlicht von lgerlach am

Mit der Etablierung internetfähiger mobiler Endgeräte (v. a. Smartphones und Tablet-PCs) und Anwendungen in Form von Apps sind neue Medien entstanden, die von bestehenden Medienorganisationen als Trägermedien genutzt werden. Wie jedes technische Medium, so besitzen auch sie spezifische Potenziale: erstens die Internetspezifika der Aktualität, Additivität, Multimedialität, Selektivität, Interaktivität und Partizipation, zweitens die Mobilspezifika der Kontextsensitivität, ständigen Konnektivität und Ubiquität sowie drittens die Endgerätespezifika der Playfulness und intuitiven Bedienbarkeit. Obwohl Redaktionen bereits in den 1990er Jahren erste mobile SMS-Dienste, später gefolgt von medienspezifischen Angeboten (m-paper, mobiles Fernsehen, Visual Radio), entwickelten, steht ein potenzieller Massenmarkt erst durch die Etablierung von Smartphones, Tablet-PCs und App-Stores zur Verfügung. Die Relevanz mobiler Medien im Informationsrepertoire ist deutlich gestiegen und die hohe Anzahl an journalistischen Apps belegt die Integration in das crossmediale Repertoire. Dennoch vollzieht sich die Institutionalisierung von mobilem Journalismus langsam: Angepasste Produktionsroutinen und innovative Medienschemata, die eine klare publizistische und ökonomische Strategie erkennen lassen, sind rar.

Wolf, C. (2014). Mobiler Journalismus. Nomos. https://doi.org/10.5771/9783845254654
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